Sansibar

Ostwinde und Zeitreise

Text von Tuul et Bruno Morandi
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San-Si-bar … Drei Silben, ein sagenhafter Name, der ein fernes, exotisches Land heraufbeschwört, das die Fantasie beflügelt und sogar die grössten Schriftsteller und Weltenbummler wie Henri de Monfreid, Joseph Kessel, Arthur Rimbaud oder Joseph Conrad zu Träumereien verleitete, die bedauerten, es nie erreicht zu haben. Dieses von Mythen und Fantasien umwobene ehemalige Land der Seefahrer und Kaufleute, das man auf einer Karte nicht genau zu verorten vermag, besticht durch den Charme des Anderswo.

Das Flugzeug fliegt über weisse Sandbänke, kleine verstreute Inseln, die das türkisfarbene, kristallklare Wasser umspielt. Kurze Zeit später erscheint die Stadt Stone Town – ein rechter Winkel an der Meeresküste – unter unseren Flügeln. Eingebettet zwischen dem Palast der Wunder und den Glockentürmen der St. Joseph’s Cathedral liegt ihre dicht gedrängte Altstadt, die Medina. Das Flugzeug verliert nun zusehends an Höhe, streift die Wipfel der

Kokospalmen und landet schliesslich im Süden der Insel Unguja, der Hauptinsel des Sansibar-Archipels. Auf dem Rollfeld verschmilzt die schwüle Hitze mit dem Duft von Meer und Gewürzen.

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