Kyoto

Das Gion-Matsuri entdecken

Text von Patrick Blanche
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Das Festival in Gion (Gion- Matsuri) ist für mich der Ausdruck lebendiger asiatischer Tradition schlecht- hin. Hier spürte ich unvergleichliche Harmonie, Kultiviertheit und Subtilität. Trotz der wirtschaftlichen Entwicklung dieses Teils der Welt und den tiefgreifenden Veränderungen bleiben die Traditionen erhalten und scheinen die Seele des Inselstaates zu bewahren.

Das Gion-Matsuri ist eines der ältesten Feste und wird seit knapp zwölf Jahrhunderten gefeiert. Es findet im Juli, im Herzen der ehemals kaiserlichen Hauptstadt Kyoto, statt, genauer im Viertel Gion, das für seine Tempel, Händler und Geishas bekannt ist. Dieses Ritual ist älter als das der Geishas. Ursprünglich geht es auf den Gion Jinja – heute Yasaka Jinja genannt – zurück, einen im 7. Jahrhundert errichteten Shinto-Schrein in Kyoto. Im Jahr 869 verursachte ein Erdbeben einen
Tsunami im Norden Japans, woraufhin das Hochwasser des Kamo-Flusses weiter südlich die Stadt überflutete. Eine schreck- liche Pestepidemie folgte.

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