Mauretanien

Auf einen Tee in die Sahara

Texte de Franck Charton
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Am internationalen Flughafen in Atar, eine Stadt mit etwa 35 000 Einwohnern, schenkt uns unser Guide El Bekaye ein einladendes Lächeln. Er trägt eine Sirwal (Pluderhose) und eine weite blaue Tunika, die man hier Drâa nennt. El Bekaye ist Lehrer – wir werden schon bald feststellen, dass sein Wissen schier endlos und sein Einsatz als Reiseleiter hervorragend ist.

Es ist schon spät, als wir nach einer Stunde Fahrt im Geländewagen in unserem ersten Lager im Amatil-Wadi eintreffen. Während unsere Köchin Aminata für uns eine Chorba (dickflüssige Gemüsesuppe) mit Griesshähnchen zaubert, lernen wir unsere Kamelführer kennen, deren Führer El Merabet d.Ä., ein authentischer maurischer Nomade mit weissem Bart, ist. Für die Nacht haben wir die Wahl zwischen einer Khaïma, dem nomadischen Zelt aus ecrufarbener Baumwolle, das um einen zentralen Pflock gespannt wird und in der jeder dort schläft, wo es ihm gefällt, und einer Übernachtung im Freien auf einer Matte inmitten einer Mulde in einer vereinzelten Düne. Das Problem: Ein Windsturm kommt in der Nacht auf und macht aus unserem idyllischen Biwak einen unerwarteten Kampf. Vollständig mit Sand bedeckt bekomme ich in dieser Nacht kein Auge zu. Mein als Schesch gewickeltes Tuch dient mir als Maske, damit ich überhaupt atmen kann. Schliesslich fällt auch unser Zelt in sich zusammen …

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